Wer bin ich? Bin ich Du?

Das blog um des Vergessens Willen...

Freitag, Januar 13, 2006

Gute Zeiten

(...) Diese Zeit war einfach wunderbar. Er genoss sichtlich jeden Augenblick mit ihr. Jedoch schien es so, als würde nicht nur er so empfinden. Auch sie fand Gefallen an der gemeinsamen Zeit.

Eine Zeit voller Sehnsucht und Hingabe, in der jeder dem anderen neu entdecken konnte. Beide hatten die Möglichkeit neue, begehrenswerte Seiten des anderen zu erforschen. Beide stellten Schönheiten, aber auch liebenswerte Makel an dem anderen fest, die zuvor keinem von beiden jemals aufgefallen sind.

So fand er an ihr z.B. hunderte Dinge, um sich neu in sie zu verlieben. Das war allerdings auch bitter nötig, in dem Liebesvakuum, das er zuvor verspürte. Ihr Lachen, bei dem sie nur einen Mundwinkel nach oben zug, ihren kleinen Scheitel am Fuße des Haaransatzes, ihre Art einzuschlafen und tausend andere solcher Kleinigkeiten in ihrer ganzen Art, ihrem Verhalten und in ihrem Wesen.

Diese gemeinsame Zeit, so kurz sie auch war, brachte für beide einen Segen. Es war ein Segen für deren Beziehung.

Eine ähnliche Zeit sollte beiden jedoch zu späterem Zeitpunkt zum Verhängniss werden (...)

Das erste Hallo.

(...) Es war das erste Mal, dass er sie gesehen hat. Nun gut, er sah sie nicht wirklich, es war ja noch stockdunkle Nacht. Jedoch bemerkte er schon hier ihre nette, mädchentypische zurückhaltende Art.

(...)

Nachts im Schwimmbad

Alle waren ins Wasser gegangen. Alle außer ihr und ihm. Wenngleich auch beide aus verschiedensten Gründen nicht mir ins Wasser sind. Es war der reine Zufall, dass beide außen blieben. Bei ihr war es das ungute Gefühl, etwas verbotenes zu tun und bei ihm war es ein Unwohlsein, was seine bevorstehende Erkrankung ankündigte, unter der beide noch sehr leiden sollten. Auszuschließen ist jedoch, dass beide außen blieben, um sich kennenzulernen. Sie wussten noch nichts voneinander und sprachen auch kein Wort.

Es war nur der kurze aber verhängnissvolle Moment, in dem sie ihn um Feuer bat. Kurz nachdem sich die Flamme des Feuerzeuges entflammt hatte, ging das Feuer auf ihn über. Ihr Gesicht war nur kurz erhellt, schon ließ er erschrocken das Feuerzeug fallen. Am liebsten hätte er sich totgeprügelt für diese jungenhafte Dummheit und seine doofverliebte Art, wo gerade er doch so routiniert war beim Erobern von Frauen. Er entschuldigte sich und konnte noch gar nicht fassen, welch immense Schönheit er gerade erblicken durfte. (...)

Donnerstag, Januar 12, 2006

Die Leere nach Stunde X

(...) Er stammelte nur noch so vor sich hin, so hart hatte ihn die Situation getroffen. Ein eingefangener Kinnhaken wäre eine untertriebene Beschreibung für seinen Gemütszustand. Durch diesen Schlag war er einfach kampfunfähig gemacht worden. Gelähmt, wie eine Spinne ihre Beute lähmt.

Die Beute war er. Natürlich keine, die man mitnimmt, er war eine liegengelassene Beute. Keine Beute, auf die man unbedingt stolz sein müsste, bzw. könnte. Sein Herz, seine Seele waren das Filet. Das Filet wurde schmerzhaft rausgerissen und verzehrt. Der Rest, Abfall, wurde zum langsamen Verfaulen verdammt.

Damit musste er nun zurecht kommen, ob er nun wollte oder nicht. (...)

Sie hatte gewonnen...

...und er verloren. Seine Seele, seinen Geist, seine Vernunft, seine Liebe und seinen Verstand. Alles nahm sie an sich. Raffgierig wie ein wildes Tier, das, völlig ausgehungert, seine Beute reißt. Er hat schon immer gewusst, dass es zu diesem Moment kommen würde, wahrhaben konnte er es jedoch nie. Die letzten Wochen, die, auch wenn sie zusammen waren, immer von einer spürbaren Distanz dominiert waren, haben mehr als nur mit Zaunpfählen gewunken. Vielleicht war es seine psychische Lage, vielleicht war es seine Position auf dem Arbeitsmarkt, vielleicht war es sein schulisches Versagen oder vielleicht war es auch seine äußerst beschissene gesundheitliche Lage, er nahm keines der millionen Zeichen wahr. Blindheit, von Liebe verursacht, mag wohl die häufigste Todesursache sein...

faq

Nachdem ich schon danach gefragt wurde:

In diesem blog veröffentliche ich "Fetzen" aus meinem Buch. Wer das blog lange genug verfolgt kann die Fetzen zu einem Gesamten zusammenfügen.

Dialoge und Beschreibungen werden trotzdem in diesem blog nicht dargestellt. Die Endfassung des Buches wird allerdings zu unbestimmter Zeit online gestellt - fur alle, die sich für die Geschichte interessieren.

Radikalkur

Ja, es sind wirklich alle alten posts verschwunden.

Ich habe mich entschieden hier nur noch Auszüge aus meinem Buch zu veröffentlichen.

Mehr folgt in Kürze...